Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich immer deutlicher – weltweit ebenso wie vor unserer Haustür. Um langfristig dagegenzusteuern, braucht es gemeinsames Handeln und eine deutliche Reduktion der Treibhausgasemissionen. Ein zentraler Hebel dafür ist ein bewusster und effizienter Umgang mit Energie.
Südtirol hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Auch Klausen möchte zu dieser Entwicklung beitragen und arbeitet deshalb gemeinsam mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige an einem kommunalen Klimaplan. Dieser soll einen umfassenden Überblick über den Energieverbrauch, den Einsatz erneuerbarer Energien sowie über bereits laufende klimarelevante Maßnahmen der Gemeinde liefern. Darauf aufbauend werden weitere Schritte definiert, um den CO₂-Ausstoß zu verringern und die Gemeinde nachhaltig weiterzuentwickeln.
Mit dem Beginn des Klimaplan-Prozesses im Herbst letzten Jahres nimmt die Gemeinde auch am Programm KlimaGemeinde Light teil. Der Schwerpunkt des Programms KlimaGemeinde Light ist die jährliche Erfassung der Energieverbrauchsdaten der gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen, um daraus Energieeffizienz-Maßnahmen zu definieren. Der Klimaplan hingegen analysiert die Energiedaten auf dem gesamten Gemeindegebiet und bietet eine Momentaufnahme der Gesamtsituation. Diese Ergebnisse fließen in die Definition der Maßnahmen mit ein, wie auch die Ergebnisse des Workshops mit Interessensvertreter:innen im Februar 2026. Dabei wurden bereits konkrete Maßnahmen gesammelt, die die verschiedenen Perspektiven der Bevölkerungen abdecken und zu den Klimaschutzzielen beitragen können.
Die Maßnahmen ergeben einen Maßnahmenkatalog, der das Kernstück des Klimaplans bildet (sog. Aktionsplan).
Die Maßnahmen des Klimaplans berücksichtigen insbesondere folgende Aspekte:
- Maximierung der Energieeffizienz und Erschließung des vorhandenen Einsparpotentials in den gemeindeeigenen Gebäuden
- Sensibilisierung und Förderung entsprechender Maßnahmen auch in anderen Sektoren (z. B. privater und tertiärer Sektor);
- Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen im gesamten Gemeindegebiet;
- Senkung der CO2-Emissionen im gesamten Gemeindegebiet (Mobilität, etc.);
- Monitoring/ regelmäßige Erfassung der Daten zur Kontrolle.
Abschließend sei betont: Der Klimaplan ist kein Papier für die Schublade, sondern ein Wegweiser für die künftige Entwicklung der Gemeinde – ein lebendiges Dokument, das kontinuierlich umgesetzt und im Sinne der Gemeinde weiterentwickelt wird. Damit dies gelingt, braucht es das Engagement und die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger.